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Finanzrechner
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Grenz- und Durchschnittsbelastung

Die Durchschnittsbelastung sagt, welcher Anteil vom ganzen Lohn abgeht; die Grenzbelastung, wie viel von jedem zusätzlichen Euro.

Einfach erklärt

Zwei Zahlen beantworten zwei verschiedene Fragen. Die Durchschnittsbelastung sagt: Wie viel Prozent meines gesamten Lohns gehen für Steuern und Sozialabgaben weg? Die Grenzbelastung sagt: Wie viel bleibt mir von einer Gehaltserhöhung? Die zweite ist fast immer deutlich höher als die erste — deshalb kommt von 100 € mehr Brutto oft nur gut die Hälfte an. Für die Entscheidung über Überstunden, Teilzeit oder eine Gehaltsverhandlung zählt die Grenzbelastung.

Im Detail

Der Einkommensteuertarif ist progressiv: Jeder zusätzliche Euro wird mit dem Satz der Tarifzone belastet, in der er liegt, nicht mit dem Durchschnittssatz. Dazu kommen die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, solange die Beitragsbemessungsgrenzen nicht erreicht sind. Der Rechner misst die Grenzbelastung nicht am nächsten Cent — dort rauscht sie wegen der Rundungen des amtlichen Lohnsteuerprogramms —, sondern an 100 € mehr im Monat. Sprünge in der Kurve haben benennbare Ursachen: das Ende des Übergangsbereichs bei 2.000 €, die beiden Beitragsbemessungsgrenzen und das Einsetzen des Solidaritätszuschlags.

Rechenbeispiel

4.000 € Monatsbrutto, Steuerklasse I, kinderlos: Netto bleiben 2.605,50 € — die Durchschnittsbelastung beträgt 34,86 %. Von 100 € mehr Brutto kommen 53,67 € netto an: Die Grenzbelastung beträgt 46,33 %, gut elf Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt.

Kurzformel

Durchschnitt = Abzüge ÷ Brutto. Grenzbelastung = 1 − Netto-Zuwachs ÷ Brutto-Zuwachs, hier gemessen an 100 € mehr im Monat.

Rechtsgrundlage: abgeleitet aus § 32a EStG und den Beitragssätzen der Sozialversicherung · Stand 2026

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