Firmenwagen
Ein Dienstwagen, den Sie auch privat fahren, ist ein geldwerter Vorteil: Er erhöht Ihr steuer- und beitragspflichtiges Brutto, wird aber nicht ausgezahlt. Dieser Rechner zeigt, was das netto im Monat kostet — nach der 1-%-Regel und, wenn Sie wollen, im Vergleich zum Fahrtenbuch. Für reine Elektroautos bis 100.000 € Bruttolistenpreis gilt der begünstigte Viertel-Ansatz (Grenze seit 1. Juli 2025).
Ihr Dienstwagen nach der 1-%-Regel
339,60 €
kostet der Dienstwagen netto im Monat — das ist die Steuer und Sozialversicherung auf den geldwerten Vorteil von 720,00 €.
| Bruttolistenpreis (abgerundet) | 45.000,00 € | voller Listenpreis (1 %) |
|---|---|---|
| Geldwerter Vorteil | 720,00 € | 1 % + 0,03 % je km |
| Steuer- und beitragspflichtiges Brutto | 4.720,00 € | Barlohn + Vorteil |
| Monatskosten (Steuer + SV) | 339,60 € | so viel weniger Netto |
- Der Bruttolistenpreis wird auf volle 100 € abgerundet (R 8.1 Abs. 9 Nr. 1 Satz 6 LStR): 45.000,00 €.
- Der geldwerte Vorteil erhöht nur das steuer- und beitragspflichtige Brutto — ausgezahlt wird er nicht. Die Monatskosten sind die dadurch zusätzlich fällige Steuer und Sozialversicherung.
Begriffe auf dieser Seite
Jeder Begriff hat eine eigene Seite mit einer Erklärung für Laien, dem fachlichen Detail und einem Rechenbeispiel.
- Bruttolistenpreis — Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers zur Erstzulassung, inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer — auch bei Gebraucht- oder Leasingwagen.
- Firmenwagen — Ein vom Arbeitgeber auch privat überlassenes Fahrzeug ist ein geldwerter Vorteil, der wie Lohn versteuert und verbeitragt wird.
So wird gerechnet
1-%-Regel: pauschal, aber nicht immer teurer
Ein Prozent des Bruttolistenpreises je Monat, plus 0,03 % je Entfernungskilometer für den Weg zur Arbeit. Maßgeblich ist der Listenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung, abgerundet auf volle 100 € — nicht der bezahlte Preis, auch nicht bei Rabatt oder Gebrauchtwagen.
Fahrtenbuch: genau, aber aufwendig
Wer ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führt, versteuert den Anteil der Privatfahrten an den tatsächlichen Kosten. Das lohnt bei hohem Listenpreis und wenig privater Nutzung — und verlangt lückenlose Aufzeichnung.
Elektro und Hybrid: Viertel oder Hälfte
Bei Elektrofahrzeugen wird nur ein Viertel des Listenpreises angesetzt, wenn dieser eine gesetzliche Obergrenze nicht übersteigt; darüber und bei bestimmten Hybriden die Hälfte.
Beispiel: 4.000 € Brutto, 45.000 € Listenpreis, 20 km, Verbrenner
| Geldwerter Vorteil im Monat | 720,00 € |
|---|---|
| Steuerpflichtiges Brutto | 4.720,00 € |
| Kosten netto im Monat | 339,60 € |
Der geldwerte Vorteil von 720 € kostet netto 339,60 € — knapp die Hälfte, weil Steuer und Sozialabgaben nur auf den Vorteil anfallen und nicht der Vorteil selbst gezahlt wird.
Was dieser Rechner nicht abbildet
Vollständigkeit vorzutäuschen wäre der teuerste Fehler, den ein Finanzrechner machen kann. Diese Punkte fehlen bewusst — weil sie Angaben brauchen, die hier nicht erhoben werden, oder weil sie sich nicht allgemein belegen lassen:
- Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu Anschaffung oder laufenden Kosten mindern den Vorteil.
- Die Einzelbewertung der Fahrten zur Arbeit (0,002 % je km und Fahrt) statt der 0,03-%-Pauschale — sie lohnt bei weniger als 15 Fahrten im Monat.
- Die Entfernungspauschale in der Steuererklärung, die den Effekt teilweise ausgleicht.
Diese Rechner gehören dazu
- Brutto/Netto — die Grundrechnung, auf der der geldwerte Vorteil aufsetzt
- Entgeltumwandlung — die andere Richtung: Brutto in Vorsorge statt in einen Vorteil