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Verzinsungsperiode

Wie oft im Jahr Zinsen gutgeschrieben werden — je häufiger, desto stärker der Zinseszins.

Einfach erklärt

Wie oft im Jahr schreibt die Bank Zinsen gut? Einmal jährlich, halbjährlich, jeden Monat? Je öfter, desto mehr, denn schon gutgeschriebene Zinsen verzinsen sich mit. Der Unterschied ist kleiner, als viele erwarten — aber er ist da, und über zwanzig Jahre summiert er sich. Deshalb wird bei Angeboten immer auch die Zahl der Verzinsungstermine genannt.

Im Detail

Bei der hier verwendeten kaufmännischen Konvention wird der nominale Jahreszins gleichmäßig auf die Perioden verteilt: Der Periodenzins ist der Jahreszins geteilt durch die Zahl der Perioden. Weil die Zinsen am Ende jeder Periode gutgeschrieben werden und ab dann selbst Zinsen tragen, liegt der effektive Jahresertrag über dem Nominalzins — und zwar umso deutlicher, je häufiger gutgeschrieben wird. Der Grenzfall der stetigen Verzinsung liefert den höchsten Wert, unterscheidet sich von der monatlichen aber nur noch geringfügig. Für den Vergleich zweier Angebote ist deshalb nicht der Nominalzins die richtige Größe, sondern der effektive Jahreszins, in dem die Periodenzahl bereits steckt.

Rechenbeispiel

10.000 € Startkapital, 4 % nominal, zehn Jahre: Bei jährlicher Gutschrift wächst das Kapital auf 14.802,44 €. Halbjährlich sind es 14.859,47 €, quartalsweise 14.888,64 €, monatlich 14.908,33 €. Zwischen jährlich und monatlich liegen also 105,89 € — rund 1 % des Startkapitals, allein durch den Rhythmus der Gutschrift.

Kurzformel

Der Jahreszins wird auf die Perioden verteilt; unterjährige Gutschrift hebt den effektiven Jahresertrag.

Rechtsgrundlage: kaufmännischer Zinseszins · Stand 2026

Wird verwendet in

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